20. Januar 2013 • Parsifal im Naturdarm

Thomas Hengelbrock wollte es wissen: Wie klingt Wagner auf den Instrumenten seiner Zeit?
In einer Dortmund-Essen-Madrider Koproduktion hat der Dirigent den Parsifal konzertant, aber auf „historischen“ Instrumenten aufgeführt. Vier Jahre hat die Vorbereitungszeit betragen, dabei wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, um sogar Instrumente nachbauen zu lassen.

Das Hamburger Abendblatt (Hengelbrock ist Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters, das seinen Sitz in der Hansestadt hat), ist voll des Lobes und spricht davon, das Unterfangen sei “eine klare Ansage nicht zuletzt auch an die Bayreuther Chefinnen-Etage, denen der Vorfahr mit dem Barett bekanntlich ‘Kinder, schafft Neues!’ ins Stammbuch geschrieben hatte.” Die Erinnerung an diese Aufforderung ausgerechnet mit der Rückwärtsorientierung beim Musizieren zu verbinden, hat geradezu etwas Feinschmeckerisches – für Stilblütensammler.

Dieter David Scholz berichtete für den Deutschlandfunk von der Dortmunder Premiere.

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