Alisia Schreiner • Stipendiatin der Stiftung »Freunde von Bayreuth«

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Alisia Schreiner

In der Festspielsaison 2014 hat mit Alisia Schreiner, Studentin für Maskenbild- Theater und Film an der Bayerischen Theaterakademie August Everding, erstmals eine Maskenbildnerin das Stipendium der Stiftung »Freunde von Bayreuth« erhalten.

Die Stiftung wurde im Jahr 2001 mit dem Zweck errichtet, die Durchführung der Bayreuther Festspiele durch finanzielle und sachliche Mittel dauerhaft zu sichern. Seit dem Jahr 2010 vergibt sie in Kooperation mit der Richard-Wagner-Stipendienstiftung jährlich ein Stipendium, um jungen Künstlern den Besuch bei den Bayreuther Festspielen zu ermöglichen.

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Alisia Schreiner bei der Arbeit

Ihre Liebe zum Musiktheater entdeckte Alisia Schreiner in ihrer Jugend in Bad Tölz, wo sie bereits im Alter von elf Jahren in einer Theatergruppe tanzend, singend und spielend auf der Bühne stand und in der Maske mitwirkte. Eine kleine Kostprobe ihres Könnens gab sie dieses Jahr im Mai beim »Tag der offenen Tür« des Festspielhauses, als sie kleine wie große Gäste in der Maske verwandelte. Im Berufsfeld Maskenbild sieht sie die Möglichkeit, Kreativität und Handwerk zusammenfließen zu lassen und mit den Charakteren, die sie entstehen lässt, Geschichten zu erzählen. Besonders wichtig ist ihr dabei, den Charakter des Darstellers zu unterstützen und ihm ein gutes Gefühl zu geben, damit dieser sich in seiner Rolle wiederfinden kann.

In diesem Jahr übernimmt Alisia Schreiner, als Teil ihrer Bachelor-Abschlussprüfung, die Stückleitung in der Kinderoper Lohengrin. Dabei ist sie Ansprechpartner für sämtliche organisatorische Fragen und leitet die in der Maske tätigen Mitstudentinnen an. Zudem besucht sie im Rahmen des Stipendiums drei Vorstellungen der Festspiele und nimmt an dem von der Richard-Wagner-Stipendienstiftung organisierten Stipendiaten-Programm teil. Besonders gespannt sei sie auf den Lohengrin von Hans Neuenfels, die für sie musikalisch schönste Oper von Richard Wagner, erzählt Alisia.

Alisia Schreiner freut sich sehr über das Stipendium, besonders, da zum ersten Mal ein Beruf hinter der Bühne geehrt wird. Der große Applaus finde normalerweise vor der Bühne statt, doch der Theaterbetrieb sei wie ein Uhrwerk, in dem das, was auf der Bühne passiert, gut mit dem verzahnt sein müsse, was die Mitwirkenden im Hintergrund in der Maske, der Technik oder der Ausstattung leisten. Außerdem sieht sie in dem Stipendium eine Chance, mit anderen Studierenden künstlerischer Studiengänge in Kontakt zu kommen und somit verschiedene Façetten des Theaterbetriebs kennenzulernen.

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