Buchempfehlungen für Wagner-Freunde

In genau vier Wochen ist Weihnachten, und auch wenn es Leute gibt, die Bücher als Geschenke für einfallslos halten: Mit einem guten Buch kann man (sich) Freu(n)de machen.

Zusammen mit der Markgrafen-Buchhandlung Bayreuth stellen wir hier Buchempfehlungen von Frank Piontek, Kulturjournalist mit dem Schwerpunkt Musiktheater, vor.



Das Standardwerk

Daniel Brandenburg (Hrg.): Das Wagner-Lexikon. Laaber 2012. 929 Seiten. 148 €

Es wurde ein dickleibiges Opus magnum: das Wagner-Lexikon. Hier findet man nicht nur Artikel über bekannte Persönlichkeiten, über Wagners Opern und Opernfiguren, über seine Schriften und seinen ästhetischen Begriff. Der Leser kann sich gerade dort festlesen, wo über unbekannte Persönlichkeiten und unbekannte Werke gesprochen wird.

 

Der besondere Titel
Élémir Bourges: Götterdämmerung. Manesse 2013. 480 Seiten. 24,95 €

Kaum ein Musiker hat so sehr gewirkt wie Richard Wagner. Dies betrifft auch seine Rezeption in der Literatur. Élémir Bourges verdanken wir eines der raffiniertesten Werke des Fin de Siècle – einen seltsamen Roman, der 1884 entstand und einen märchenhaft reichen Fürsten zum Mittelpunkt hat, der dem Komponisten huldigt.

 

Ein Buch der Wissenschaft
Stefan Börnchen u.a. (Hrgg.): Jenseits von Bayreuth. Richard Wagner heute: Neue kulturwissenschaftliche Perspektiven. Wilhelm Fink, 2014. 49,90 €

Jenseits von Bayreuth – die 22 Beiträge des Sammelbandes bieten einen vertieften Blick auf den Komponisten. Die Autoren nähern sich Wagner mit dem wissenschaftstheoretischen Handwerkszeug des frühen 21. Jahrhunderts, um seinen Geheimnissen analytisch auf die Spur zu kommen: mit Ausblicken auf bedeutende Aufführungen und den Film (Lars von Trier, Quentin Tarantino).