Steingraebers Gralsglocken

Richard Wagner hatte sehr genaue Vorstellungen von den neuen Klängen, mit denen er das Theater bereichern wollte. Welche Herausforderungen das auch noch für spätere Generationen bedeutete, davon zeugt insbesondere die Geschichte um die Gralsglocken. Stephan Jöris hat 2012 für die Freunde von Bayreuth Beispiele für Experimente mit dem richtigen Klang gebracht.

Die Bayreuther Klaviermanufaktur Steingraeber wurde bereits von Wagner involviert, als es darum ging, die Parsifal-Glockenklänge möglichst nach Vorstellung des Meisters zu erzeugen. Für die Uraufführung beauftragte Wagner Eduard Steingraeber mit dem Bau eines pianoartigen Instruments, auf dem die Töne C – G – A – E im tiefsten Bass mit Hämmern angeschlagen wurden.

 

 

Die Gralsglocken von 1882

Eduards Sohn, Burkhard Steingraeber, baute 1927 das sogenannte »Hackbrett«, eine Art Erweiterung des Glockenklaviers um vier Tonnenfässer.

Das »Hackbrett« mit den Tonnenfässern

 

Udo Schmidt-Steingraeber zeigt hier die Glockenklaviere von 1882, 1914 und 1926 im Vergleich.

 

Im Wagnerjahr 2013 wurde Siegfried Wagners »Hackbrett« restauriert und in verschiedenen Ausstellungen gezeigt. Vom regen Zuspruch angespornt, bauten die Instrumentenbauer von Steingraeber & Söhne 2015 eine Replik des Instrumentes, das einfach transportiert und beispielsweise an Opernhäuser vermietet werden kann.

Im Rahmen des Festivals Zeit für Neue Musik kam das neue Glockenklavier in Haus Wahnfried zum Einsatz, das Video der Fünf Intermezzi von Wolfram Graf finden Sie hier.

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