Wolfgang Wagner • Erinnerungen zum 100. Geburtstag

Wolfgang Wagner bei einer Lohengrin-Probe 1968

Probe der Meistersinger 1984

An Wolfgang Wagner haben viele Freunde ihre ganz persönlichen Erinnerungen – sei es an sein Wirken als Festspielleiter oder als Bühnenbildner und Regisseur zahlreicher Produktionen am Grünen Hügel. Mit einem Festakt zu seinen Ehren wurde die diesjährige Festspielzeit eröffnet, Katharina Wagner begrüßte die Gäste mit den Worten: »Viele von Ihnen, verehrte Gäste, haben zweifellos ihre ganz eigenen Erinnerungen an meinen Vater und alle möglichen Anekdoten von ihm und über ihn im Kopf. Er war ein Mensch, über den zahllose Geschichten kursierten, wahre und erfundene, humorvolle und zornige, gute und natürlich auch unfreundliche. Irgendwann wird all dies mehr oder weniger vergessen sein, zumindest verblassen. Was aber bleiben wird, darüber sind wir uns sicherlich einig, ist sein nahezu 60-jähriges Lebenswerk für die Bayreuther Festspiele, die ohne ihn und seine Tätigkeit heute anders wären, als wir sie kennen.«
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Zahl des Tages

Orchestermusiker haben heute in der Meistersinger-Vorstellung Dienst. Viele davon sind nach der Vorstellung beim Orchesterapplaus, der in der Festspielsaison nur etwa vier Mal stattfindet, auf der Bühne zu sehen.

Freunde treffen Freunde • Steingraebers Gralsglockenklavier

Udo und Cordelia Schmidt-Steingraeber zeigen einen spielbereiten Nachbau der Gralsglocken, der in der Bayreuther Klaviermanufaktur ausgestellt wird. (Foto: Fuchs)

Es ist das wahrscheinlich kurioseste Instrument der Welt: ein Klavier, das nur vier Töne (C-G-A-E) spielt und das Richard Wagner persönlich erfunden hat. Gebaut hat es 1882 die Klaviermanufaktur Steingraeber in Bayreuth. Eine Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth mit Firmenchef Udo Schmidt-Steingraeber widmete sich diesen überirdisch fremdartigen Klängen und der Geschichte, wie sie von seinem Unternehmen zum Tönen gebracht wurden.
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Tannhäuserfiguren • Venus

Die römische Liebesgöttin wurde seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. mit der griechischen Aphrodite gleichgesetzt. Die Römer verehrten sie als Venus Libentina, als Göttin der sinnlichen Lust. Ihre Bedeutung ging weit darüber hinaus: über den aus Troja geflohenen Aeneas (ihren Sohn) wurde sie zur Stammmutter des römischen Volkes. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts hat man die Göttin zum ersten Mal mit dem Hörselberg, den man für die Residenz der Venus hielt, in Verbindung gebracht. Da man die thüringische Frau Holle, auch Holda genannt, im Lauf der Geschichte als Erdgöttin klassifizierte und im 16. Jahrhundert mit Venus verglich, konnte Wagner die verschiedensten Überlieferungsstränge dieser Figur in seiner Oper zusammenbringen, um die Liebes- mit der Frühlingsgöttin zu verschmelzen, die mit der Freia des Rheingold (»Freia, die Holde, Holda, die Freie«) direkt verwandt ist.

Die meisten Figuren, die Richard Wagner in seinem Tannhäuser untergebracht hat, sind Personen der Geschichte, andere entstammen der Mythologie. Doch auch die historisch verbürgten Gestalten entsprechen nur teilweise dem, was wir über sie wissen. Da genau zehn Protagonisten solistisch auftreten und zwei kleine singende Gruppen gewöhnlich aus dem Personal des Chors besetzt werden, bietet es sich im Jahr der Neuinszenierung des Tannhäuser an, diese zwölf Personen und Kleingruppen von Frank Piontek auf ihre historische Realität überprüfen zu lassen.

Diskurs Bayreuth • Uraufführung SIEGFRIED

Das Auftragswerk anlässlich des 150. Geburtstags von Siegfried Wagner wird innerhalb des Rahmenprogramms der Bayreuther Festspiele, dem DISKURS BAYREUTH, am 13. August um 20 Uhr  in der Kulturbühne Reichshof uraufgeführt. In einem Monolog lassen die Autoren Günter Senkel und Feridun Zaimoglu den Sohn Richard Wagners auf künstlerische Weise zu Wort kommen:

 

Weitere Vorstellungen finden jeweils um 20 Uhr am 15., 19. und 21. August statt, Informationen zur Kartenbestellung finden Sie hier.