Aus unserem Archiv • 70 Jahre anerkannte Gemeinnützigkeit

Heute mag es als nicht besonders außergewöhnlich erscheinen, doch dass schon im ersten Jahr ihres Bestehens der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e. V. die Gemeinnützigkeit zuerkannt wurde, ist durchaus bemerkenswert. Nicht nur, weil es sich fünf Jahre nach Kriegsende um die Wagner-Festspiele dreht, sondern auch, weil die Alliierten scharfe Kontrollbestimmungen für Vereine erlassen hatten, ist dieser Brief eine kleine Sensation.

Im Jahre 1950 stand Dr. Moritz Klönne der Gesellschaft der Freunde vor, die 365 Mitglieder zählte und über Einnahmen in Höhe von 137.432,89 DM verfügte.

Ringwörterbuch • Wag

Weia! Waga! Woge, du Welle, walle zur Wiege! Wagalaweia! Wallala weiala weia! Der vielbespöttelte Beginn des Rheingolds hat einen konkreten sprachlichen Grund. »Wag« bedeutete ursprünglich, von »wägen« bzw. »bewegen« herkommend, die bloße Bewegung. Schon im althochdeutschen »wâg« (mittelhochdeutsch wâc«) hat sich die Bedeutung zum »bewegten Wasser« verschoben, aus dem auch unsere »Woge« entsprang. In den oberdeutschen Mundarten bezeichnete »Wag« konkret den Fluss. Nichts anderes ist gemeint, wenn die Rheintöchter das im Rhein erschimmernde Rheingold besingen: »Glühender Glanz entgleißt dir weihlich im Wag!« »Weihlich« hat zwei Bedeutungen: verbunden mit der bekannten »Weihe« und dem »Wehen«, denn Wagners »Weia« – eine Befehlsform – leitet sich ab von eben diesem »wehen«, dessen Ursprung im gotischen »weian« und mittelhochdeutschen »waejen/weihen« liegt, sodass das Rheintöcherdeutsch leicht übersetzt werden kann: »Wehe! Fluss!« oder moderner: »Beweg dich, Wasser!«

Richard Wagner hat im Textbuch zum Ring des Nibelungen aus künstlerisch nachvollziehbaren Gründen viele Wörter untergebracht, die heute kaum noch verstanden werden können, weil sie im normalen Sprachgebrauch seit langem ausgestorben sind. Jedes dieser fremdartig, ja kurios anmutenden Worte beruht auf historisch nachweisbaren Begriffen. Anlässlich der neuen Ring-Inszenierung bei den Bayreuther Festspielen wird Dr. Frank Piontek die fremdartigsten erläutern.

Rückschau auf DAKU-Treffen in Bayreuth

Am 25. November 2019 fand in Bayreuth ein Regionaltreffen des Dachverbands der Kulturfördervereine in Deutschland auf Einladung der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth statt. Dabei ging es vor allem um praxisnahe Beispiele, wie erfolgreich jüngere Mitglieder gewonnen werden können. Den Bericht des DAKU finden Sie hier, die 10 Tipps zur Gewinnung junger Mitglieder zum Download hier.