Der Fliegende Holländer • Zur Entwicklung der Sage 3

Die erste literarische Überlieferung der Sage, die das Motiv des Kaps, aber nicht das der Wette mit dem Teufel enthält, wurde 1790 von John MacDonald in seinen »Travels in various parts of Europe, Asia and Africa during a series of thirty years and upward« festgehalten: »Das Wetter war so stürmisch, dass die Seeleute sagten, sie hätten den Fliegenden Holländer gesehen. Die gemeinsame Geschichte ist, dass dieser Holländer bei schlechtem Wetter zum Kap kam und in den Hafen einlaufen wollte, aber keinen Lotsen zum Dirigieren bekommen konnte und sich verirrt hatte, und dass seither bei sehr schlechtem Wetter dessen Erscheinung auftaucht« – die gewöhnlichen optischen Täuschungen auf dem Meer zu verdanken ist.

Wagner hat die Figur des Fliegenden Holländers nicht erfunden. Bekannt ist, dass er sich von Heinrich Heine und einer lebensgefährlichen Schifffahrt inspirieren ließ, doch schon lange zuvor segelte der unheimliche Kapitän über die literarischen Weltmeere. Frank Piontek wird im Vorfeld der neuen Holländer-Inszenierung der Bayreuther Festspiele einige dieser Quellen kurz beschreiben.

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