Ringwörterbuch • Beute-Runen

Nachdem Loge die Geschichte des Rheingolds erzählt hat, bemerkt Wotan, dass dessen »roter Glanz« Beute-Runen enthalte. Das Wort »Beute« (im Altisländischen heißt es »byti«, im Englischen »booty«) ist im deutschen Sprachraum erst im späten Mittelalter bezeugt. Tauschen, wechseln, ansammeln, austeilen – dies sind die Grundbedeutungen des Begriffs in den alten Sprachen, von denen sich die letzte bis heute durchgesetzt hat: was auf der Jagd oder im Krieg erbeutet wird, wird – zumindest manchmal – unter den Dieben verteilt. Runen sind Schriftzeichen, im genaueren Sinne Zauberzeichen; im Altenglischen und im Gotischen weisen »rūn« und »rūn« auf ein Geheimnis, auch auf eine geheime Beratung hin. Über das althochdeutsche »rūna« gelangte das alte Wort noch in das neuhochdeutsche »raunen«. Das Rheingold raunt also dem, der es hören will, etwas von einem böswillig erlangten Gut zu, das nur durch Raub zu bekommen ist – was die Geschichte Alberichs zur Genüge beweist, der das Diebesgut allerdings nicht zu teilen gewillt ist, sondern die Beute lieber für sich behält.

Herbststimmung

Auch auf dem Grünen Hügel hat der Herbst in seinen schönsten Farben Einzug gehalten. Für all diejenigen, die den Hügel lediglich in seinem grünen Sommerkleid kennen, haben wir unten eine kleine Bilderreihe zusammengestellt.

Die Bauarbeiten am rechten Turm für den Einbau eines Fahrstuhles gehen nun wieder weiter.