Freunde treffen Freunde • Eberhard Friedrich

Eberhard Friedrich (Foto: Fuchs)

 

Seit 25 Jahren arbeitet er für das Klangwunder von Bayreuth: Eberhard Friedrich, gebürtiger Darmstädter, trat 1993 als Assistent von Norbert Balatsch seinen Dienst auf dem Grünen Hügel an, im Jahr 2000 wurde er dessen Nachfolger als Chordirektor. Wie es ihm gelingt, aus 134 einzelnen Stimmen einen großen Chor zu formen, was ein Chordirektor sonst so macht und wo die größten Herausforderungen liegen, das erzählte Friedrich bei einer Matinee der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth. Weiterlesen

Freunde treffen Freunde • Axel Kober

Axel Kober mit Ina Besser-Eichler und Udo Schmidt-Steingraeber

 

Für Musiker und Dirigenten im mystischen Abgrund des Festspielhauses herrschen derzeit Extrembedingungen. »40 Grad hat es bestimmt und eine gefühlte Luftfeuchtigkeit von 100 Prozent«, sagt der diesjährige Dirigent des Fliegenden Holländer, Axel Kober. Bei »Freunde treffen Freunde« in der Klaviermanufaktur Steingraeber ließ der 48-Jährige in lockerem Plauderton die bisherigen Stationen seiner Karriere Revue passieren, sprach über sein Verhältnis zu Richard Wagner und berichtete von der schweißtreibenden Arbeit im Orchestergraben. Weiterlesen

Sommer mit den Freunden

Der Festspielsommer präsentiert sich ja heuer mit Höchsttemperaturen – kein Grund, sich nicht bei den Veranstaltungen der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth sehen zu lassen. Schon vor der Festspieleröffnung luden die Jungen Freunde zum Picknick am Rande der Meistersinger-Generalprobe am 20. Juli. Am 24. gab es dann den Auftakt der sommerlichen Veranstaltungen in der Walhall-Lounge. Im Anschluss an den Holländer-Brunch am 30. Juli führte uns der Klarinettist Matthias Höfer in den mystischen Abgrund. Beim jüngsten Brunch am 7. August lernten wir die Arbeitsumgebung von Dorothea Nicolai, der Abteilungsleiterin für Kostüm und Maske, kennen.

Es stehen noch weitere Termine an, Mitglieder können sich dafür in der Geschäftsstelle anmelden.

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Lohengrins Juristisches Wörterbuch • Zins versagen

»Zu End ist nun die Frist, der Zins versagt«, bemerkt König Heinrich, nachdem neun Friedensjahre vergangen sind und die Ungarn von Neuem gegen die deutschen Ritter rüsten. Der Begriff geht auf das lateinische »census« zurück und meint nicht unsere (freilich wortverwandten) »Zinsen«, sondern bezeichnet wie im Althochdeutschen die »Abgabe« oder den »Tribut«. »Versagen« geht auf die mittelhochdeutsche Bedeutung »verweigern« zurück. In diesem Sinne konnte man sich von einem Herren lossagen. Der König meint also, dass die Ungarn ihrem (deutschen) Herren nicht mehr den schuldigen Tribut entrichten, indem sie ihm den Frieden verweigern.

Richard Wagner hat in seinem Lohengrin etliche verzwickte juristische Fälle und Probleme untergebracht. Dabei erwies er sich als äußerst quellenkundig. Er konsultierte mehrere Rechtsgeschichten (u.a. von Jacob Grimm), um die Handlung seiner Oper möglichst realistisch auszustatten – und mit vielen juristischen Fachbegriffen aus der Spielzeit der Oper (10. Jahrhundert) zu versehen. Da sie sich heute nicht mehr von selbst verstehen, wird Frank Piontek anläßlich der  Neuinszenierung des Lohengrin 2018 Verständnishilfe leisten.

Festspiel-Steckbrief • Anne Theresia Wanders

Kein blaues Mädchen: Anne Theresia Wanders bei der Arbeit

English version

Herrenschneiderin bei den Bayreuther Festspielen seit 2018

Usprünglich komme ich aus …

… Duisburg. Meine Ausbildung zur Damenschneiderin war die Grundlage für ein Modedesignstudium. Nach einer Buchveröffentlichung, journalistischer Arbeit und Lehraufträgen an der HAW Hamburg und der University of West London habe ich zuletzt in London drei Jahre als Schnittmacherin für große Designfirmen wie Tom Ford und Ralph & Russo gearbeitet. Zurück in Deutschland war ich am Theater Dortmund als Kostümassistentin beschäftigt. Weiterlesen