Zahl des Tages

Junge Freunde sind seit der Gründung der Jungen Freunde von Bayreuth im Jahre 2008 bei unserer Gesellschaft registriert worden. Zwischenzeitlich haben bereits über 130 Mitglieder aufgrund des Alters eine reguläre Mitgliedschaft übernommen. Aktuell sind 254 Wagner-Begeisterte Mitglied bei den Jungen Freunden von Bayreuth.

Lohengrins Juristisches Wörterbuch • Gebot

Als der König sie auffordert, nach »des Reiches Recht zu dingen«, rufen die Brabanter ihm zu: »Wir geben Fried und Folge dem Gebot«. Der Begriff ist bereits im Althochdeutschen bezeugt: als »kapot« und »gipot«. Mit dem Gegenteilswort »Verbot« verbindet ihn das Suffix »bot«. Interessanterweise erscheinen die beiden Termini oft zusammen: »gebieten und verbieten«, denn ein »Verbot« ist oft auch ein »Gebot«.

Wagner meint hier weniger die allgemeine »Gerichtsbarkeit« oder (herscherliche bzw. juristische) Gewalt an sich, sondern konkret die »Weisung« oder den »Befehl«, also eine befohlene Verpflichtung. »Befehl« bedeutet ursprünglich »Auftrag« – König Heinrich hätte Gründe, sich zu beschweren, würden die an die Schelde befohlenen Brabanter sich weigern, seinen Auftrag des Heerbanns nicht zu erfüllen.

Richard Wagner hat in seinem Lohengrin etliche verzwickte juristische Fälle und Probleme untergebracht. Dabei erwies er sich als äußerst quellenkundig. Er konsultierte mehrere Rechtsgeschichten (u.a. von Jacob Grimm), um die Handlung seiner Oper möglichst realistisch auszustatten – und mit vielen juristischen Fachbegriffen aus der Spielzeit der Oper (10. Jahrhundert) zu versehen. Da sie sich heute nicht mehr von selbst verstehen, wird Frank Piontek anläßlich der  Neuinszenierung des Lohengrin 2018 Verständnishilfe leisten.

Tatort Festspielhaus

Festspielatmosphäre herrschte vergangene Woche auf dem Grünen Hügel nicht allein wegen der hochsommerlichen Temperaturen: Damen im Abendkleid, Herren im Smoking, flanierende Festspielgäste auf dem Vorplatz, Sicherheitsleute rund ums Haus herum. Fast hörte man die Pausenfanfaren … Dann ein Schuss, Sirenengeheul, heranflitzende Polizeiwagen, hektische Schritte … Grund für das rege Treiben war nicht etwa eine vorgezogene Premiere oder eine Sonderveranstaltung, sondern die Dreharbeiten zum fünften Franken-Tatort »Ein Tag wie jeder andere«.
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Lohengrins Juristisches Wörterbuch • Folge

»Wir geben Fried und Folge dem Gebot«, rufen die Brabanter dem König zu. »Volgen« hat im Mittelhochdeutschen auch eine streng juristische Bedeutung. An sich bedeutet es »Heerfolge leisten« (im wörtlichen Sinne von »nachgehen«, wobei das althochdeutsche Verb »leisten« mit dem mittelhochdeutschen »volgen« sinngleich ist). In Zusammenhang mit einem Substantiv bedeutet volgen »beipflichten«, »zustimmen« (wie in der Gerichtssprache: »Folge geben«) oder »gehorchen«. In letzterem Sinne bezeichnet der Begriff auch heute noch das Verhältnis zwischen einem Erzieher und einem zu Erziehenden. Populär gesagt: »Folgst du?«

Richard Wagner hat in seinem Lohengrin etliche verzwickte juristische Fälle und Probleme untergebracht. Dabei erwies er sich als äußerst quellenkundig. Er konsultierte mehrere Rechtsgeschichten (u.a. von Jacob Grimm), um die Handlung seiner Oper möglichst realistisch auszustatten – und mit vielen juristischen Fachbegriffen aus der Spielzeit der Oper (10. Jahrhundert) zu versehen. Da sie sich heute nicht mehr von selbst verstehen, wird Frank Piontek anläßlich der  Neuinszenierung des Lohengrin 2018 Verständnishilfe leisten.

Tristan-Collage in Zürich

1956 gegründet, setzt sich die Schweizerische Richard Wagner-Gesellschaft mit ihren derzeit 350 Mitgliedern dafür ein, das Leben und Werk Richard Wagners bekannter und zugänglicher zu machen. In diesem Sinne erwartet Wagner-Freunde am 21. April am Konservatorium Zürich ein besonderes Highlight. Das Konzept zu seiner Collage »O sink‘ hernieder …« stellt Regisseur John H. Mueller, selbst Mitglied der Freunde von Bayreuth, hier vor (Kartenbestellung hier):

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