70 Jahre GdF • Die Zehnerjahre

Das 70. Jubiläum begehen die Mitglieder der Freunde feierlich bei einem Festkonzert im Markgräflichen Opernhaus.

Bis heute sind die Unterstützung der Freunde für den Spielbetrieb und die Investitionen in das Festspielhaus und seine Technik eine wichtige Säule der Bayreuther Festspiele. Seit den Anfängen der Gesellschaft sind durch Beiträge und Spenden von über 13.000 Personen insgesamt rund 142 Mio. Euro) für die Bayreuther Festspiele aufgebracht worden.

Bei Veranstaltungen der Freunde von Bayreuth kommen jedes Jahr Mitglieder aus der ganzen Welt zusammen. Seit 2010 ermöglichen die Freunde in Kooperation mit der Richard-Wagner-Stipendienstiftung auch jungen Künstlern aus unterschiedlichen künstlerischen Bereichen den Besuch der Bayreuther Festspiele.

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Tannhäuserfiguren • Drei Grazien

Die römischen Grazien entsprechen den griechischen Chariten, die als »Untergöttinnen« den Göttern dienend zur Seite stehen: insbesondere Aphrodite/Venus. Gezeugt wurden sie von Zeus, doch die antiken Schriftsteller nannten nicht weniger als zehn verschiedene Mutternamen, auch unterschiedliche Eltern, z.B. Hekate und Hermes oder Dionysos und Hera. Hesiod kannte drei Grazien: Aglaia (»die Glänzende« oder »Strahlende«, bei Hesiod Gemahlin des Hephaistos), Euphrosyne (die »Frohsinnige«) und Thalia (»die Festfreude« oder »die Blühende«). Der Römer Cornutus ließ sie von der Freude (»chara«, lateinisch »gratia«) abstammen. Da sie, die gelegentlich auch als Mondgottheiten auftraten, nach Vergil Kinder des Bacchus und der Venus waren, ergibt sich wie von selbst die abendlich-nächtliche Kombination »Wein und Weib«, wozu bei Wagner noch Tannhäusers Gesang kommt.

Die meisten Figuren, die Richard Wagner in seinem Tannhäuser untergebracht hat, sind Personen der Geschichte, andere entstammen der Mythologie. Doch auch die historisch verbürgten Gestalten entsprechen nur teilweise dem, was wir über sie wissen. Da genau zehn Protagonisten solistisch auftreten und zwei kleine singende Gruppen gewöhnlich aus dem Personal des Chors besetzt werden, bietet es sich im Jahr der Neuinszenierung des Tannhäuser an, diese zwölf Personen und Kleingruppen von Frank Piontek auf ihre historische Realität überprüfen zu lassen.

70 Jahre GdF • Die Nullerjahre

Die Zeit ist geprägt von Veränderung und Neuerung. Abschiede werden gefeiert, Ideen entwickelt und Neues entsteht. Um die Durchführung der Festspiele auch langfristig zu sichern, wird 2001 die Stiftung Freunde von Bayreuth gegründet. Die Gesellschaft der Freunde zählt inzwischen über 5000 Mitglieder, rund ein Viertel von ihnen kommt aus dem Ausland. Dennoch stellt sich die Frage des Nachwuchses: Mit den »Jungen Freunden von Bayreuth« erhalten seit 2008 junge Wagner-Freunde die Möglichkeit, die Festspiele zu besuchen und das Werk Richard Wagners kennenzulernen.

Junge Freunde treffen sich im Festspielpark während der Pause einer Generalprobe

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