London Wagner Society • a Conversation with Petra Lang

Flagge deutsch Since meeting in person has become difficult or even impossible, the London Wagner Society has transferred all its events into digital form and has thus succeeded in making a virtue out of necessity: for some months now, it has been possible to attend Zoom webinars for a small charge (£ 5.00 members, £ 10.00 non-members) and to take part in conversations organised by the Society in connection with the “Wagner universe”.

The subjects of the events include conversations with Wagner singers, such as Michael Volle in January. They also provide a forum for discussing musicological questions connected with Richard Wagner’s works. One example here is the talk on Parsifalmania for Good Friday, in which the intense interest among American Wagnerians in Parsifal after its first performance in the Bayreuth Festspielhaus is examined.

We should also like to draw your attention to the conversation at 6.30 p.m. on 19th February with Christopher Cook and the singer Petra Lang, who will be taking on the role of Kundry in the concertante performance of Parsifal on the Grüner Hügel this Summer.

All the webinars are listed on the website of the London Wagner Society. The conversations are also mentioned at short notice on Facebook and Instagram.

Lovers of Richard Wagner’s music can be found all over the world. There are currently more than 130 regional Richard Wagner Associations worldwide, with most of them united in the Richard-Wagner-Verband-International; many of them are members of the Friends of Bayreuth. This is also the case with the London Wagner Society, which was founded in 1953 and has been a Friend of Bayreuth for more than 60 years.

Zahl des Tages

Scherwände flankieren jeweils rechts und links den Zuschauerraum im Festspielhaus. Sie funktionieren wie ein Guckkasten, der den Blick des Zuschauers automatisch auf das Bühnengeschehen lenkt. Die Bühne selber wird von einem doppelten Proszenium umrahmt, wodurch die Bühne, zusammen mit den Scherwänden, insgesamt quasi verachtfacht wird und den Fokus auf die Bühne nochmal verstärkt.

Ring 20.21 • Puppen im Festspielpark

Die diesjährige Reihe des DISKURS BAYREUTH Ring 20.21 wird mit einem Auftragswerk zu Das Rheingold im Festspielpark eröffnet. Die Komposition von Gordon Kampe nach dem Libretto Noch immer Loge von Paulus Hochgatterer wird von Nikolaus Habjan inszeniert und mit Puppen realisiert.

Einen umfangreichen Einblick in das Schaffen und die Ästhetik des Regisseurs, Puppendesigners und Puppenspielers gibt die Ausstellung Die Puppen des Nikolaus Habjan in der Kunsthalle Graz, welche den Besucher durch Parcours zu sechs ausgewählten Produktionen des Künstlers führt. Im Livestream zur Ausstellungseröffnung am 22. Oktober 2020 ist bereits Paulus Hochgatterer und dessen Gedanken zu Habjans Puppen als „Manifestation von Möglichkeiten“ kennenzulernen.

Die Ausstellung kann ab Dienstag, den 9. Februar 2021 wieder besucht werden, weitere Informationen zum Eintritt finden Sie hier. Vom heimischen Bildschirm aus ist ein Rundgang durch die Ausstellung bereits jetzt möglich: In sechs Videos werden die Produktionen vorgestellt. 

Titelbild: © Lukas Beck

Festspiele 2021

Nach der festspielfreien Zeit können Wagner-Freunde sich dieses Jahr wieder auf einen musikalischen Sommer am Grünen Hügel freuen.

Das heute veröffentlichte Programm hält neben einer Neuproduktion von Der fliegende Holländer die Wiederaufnahmen von Tannhäuser und Meistersinger bereit, wie auch so manches Konzert und die Reihe DISKURS BAYREUTH. Hinter letzterem verbirgt sich dieses Jahr ein multimediales Projekt mit dem Titel Ring 20.21. Wir dürfen gespannt sein: Neben der Aufführung der Walküre im Festspielhaus werden dabei die weiteren Teile des Zyklus, Das Rheingold, Siegfried und Götterdämmerung, in verschiedenen Kunstformen behandelt, diese dann jeweils an unterschiedlichen Orten außerhalb des Festspielhauses.

Die Freunde von Bayreuth werden weiterhin regelmäßig über den Newsletter „Briefe an die Freunde“ über Aktuelles vom Grünen Hügel informiert. Im Blog geben wir Einblicke in das Schaffen von Akteuren hinter DISKURS BAYREUTH 2021.

Der fliegende Holländer • Zur Entwicklung der Sage 4

1795 veröffentlichte der irische Taschendieb und spätere australische Polizeichef George Barrington seinen Reisebericht »A voyage to New South Wales«, in dem er von einem holländischen Kriegsschiff berichtet, das vor einigen Jahren vor dem Kap der Guten Hoffnung verloren ging, wobei »jede Seele an Bord umkam«, während ein Begleitschiff heil das Kap erreichte. Später wurde genau dieses Schiff fast auf demselben Breitengrad vom Sturm angegriffen, Barrington war dabei: »In der Nachtwache sahen einige der Leute ein Schiff, das für sie unter dem Druck der Segel stand, als würde es sie überrennen, oder stellten sich vor, sie sähen es, als würde es sie überrennen; besonders einer bestätigte, dass es das Schiff war, das bei dem früheren Sturm untergegangen war, und dass es sicherlich sie oder ihre Erscheinung sein musste; aber beim Aufklaren verschwand das Objekt.« Für den aufgeklärten Barrington war dieses Phantom lediglich eine dunkle, dicke Wolke, für den betrunkenen Bootsmann ein Gespensterschiff: »Es muss sicherlich der Geist jenes Holländers sein, der auf diesem Breitengrad unterging und der, wie ich gehört habe, in diesem Viertel immer wieder in harten Windstürmen auftaucht.«

Wagner hat die Figur des Fliegenden Holländers nicht erfunden. Bekannt ist, dass er sich von Heinrich Heine und einer lebensgefährlichen Schifffahrt inspirieren ließ, doch schon lange zuvor segelte der unheimliche Kapitän über die literarischen Weltmeere. Frank Piontek wird im Vorfeld der neuen Holländer-Inszenierung der Bayreuther Festspiele einige dieser Quellen kurz beschreiben.