Tannhäuserfiguren • Walther von der Vogelweide

Geboren wurde er wohl um 1170, doch wo: es ist nicht bekannt. Er starb um 1230, vielleicht in Würzburg, wo man möglicherweise den Ort seines Grabes im Kreuzgang des Neumünsters besuchen kann. Unbestritten ist jedoch sein Rang: Er gilt als der bedeutendste deutschsprachige Lyriker des Mittelalters. Schon die großen Zeitgenossen Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg haben ihn so gesehen. Die Meistersinger zählten ihn zu den zwölf alten Meistern. Weiterlesen

Von Freund zu Freund • Walküre in Abu Dhabi

Die Bayreuther Festspiele waren kürzlich auf Gastspielreise in exotischen Gefilden. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde Ende Januar Die Walküre  präsentiert. Mit dabei Klaus Billand, der hier seine Eindrücke zusammenfasst:

 

Unter dem Titel Von Freund zu Freund wollen Mitglieder der Freunde von Bayreuth Veranstaltungshinweise geben oder neu erschienene Tonaufnahmen, DVDs oder Bücher rund um Richard Wagner und seine Werke vorstellen. Die Beiträge stellen dabei die persönliche Ansicht des Autors dar.
Möchten Sie Ihre Wagner-Erlebnisse mit anderen Freunden teilen? Schreiben Sie uns!

 

Franken-Tatort mit Festspielhaus-Szenen

Am Sonntag, dem 24. Februar 2019, ermitteln im Ersten die Fernsehkommissare Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Felix Voss (Fabian Hinrichs) vom Team des Franken-Tatorts in Bayreuth. Wer jetzt schon wissen will, wer in Ein Tag wie jeder andere wen umbringt und warum, kann sich im FOCUS darüber informieren.

Hier ein paar Bilder, die wir von den Dreharbeiten nebenan im Festspielhaus machen konnten.

Von Freund zu Freund • Der Ring in Madrid

Zu den Freunden von Bayreuth, die viele verschiedene Wagner-Produktionen weltweit kennen, gehört Klaus Billand. Hier ist er mit einem kleinen Video nach dem Besuch des Rheingold in Madrid:

 

Unter dem Titel Von Freund zu Freund wollen Mitglieder der Freunde von Bayreuth Veranstaltungshinweise geben oder neu erschienene Tonaufnahmen, DVDs oder Bücher rund um Richard Wagner und seine Werke vorstellen. Die Beiträge stellen dabei die persönliche Ansicht des Autors dar.
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Tannhäuserfiguren • Tannhäuser

Wo und wann der Sänger und Dichter namens Tanhûser geboren wurde, ist nicht bekannt. Stammte er aus dem Ort Thannhausen im Fränkischen Seenland? Oder aus dem oberpfälzischen Thannhausen? Entstammte er der Reichsministerialenfamilie »de Tanhusen«? Wir wissen jedoch, dass er von 1235 bis 1246 am Hof seines in Wien residierenden Gönners Friedrich II. »des Streitbaren« lebte und das Dorf Leupoldsdorf – heute einem Ort am Südrand Wiens – besaß. Ein weiterer Gönner des Berufsdichters war Bischof Ekbert von Bamberg. Vielleicht wurde der Tanhûser Mitglied des Deutschritterordens – zumindest wurde er in der Manessischen Liederhandschrift mit deren Tracht abgebildet. In der Deutschhauskirche zu Würzburg findet sich das Grab eines Siboto de Tanhusen, was nichts über die Identität unseres Dichters aussagen muss.

In der Manessischen Liederhandschrift sind seine Minne- und Tanzlieder enthalten, die die »ernsthafte« Liebeslyrik parodieren, insofern des Opern-Tannhäusers Kritik am Konzept der »Hohen Minne« entsprechen. Die Tannhäuser-Sage (mit dem Besuch des Venusbergs und dem Bußgang nach Rom), die die Oper erzählt, entstand allerdings erst um 1450 als antipapistische Propaganda.

Die meisten Figuren, die Richard Wagner in seinem Tannhäuser untergebracht hat, sind Personen der Geschichte, andere entstammen der Mythologie. Doch auch die historisch verbürgten Gestalten entsprechen nur teilweise dem, was wir über sie wissen. Da genau zehn Protagonisten solistisch auftreten und zwei kleine singende Gruppen gewöhnlich aus dem Personal des Chors besetzt werden, bietet es sich im Jahr der Neuinszenierung des Tannhäuser an, diese zwölf Personen und Kleingruppen von Frank Piontek auf ihre historische Realität überprüfen zu lassen.