Kürzlich entdeckt • Max und Maestro

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In der neuen Serie »Max und Maestro« des Kinderfernsehsenders KIKA tritt Daniel Barenboim als Kunstfigur auf: Der elfjährige Max träumt davon, Musiker zu werden. Er spielt in einer Hip Hop-Band, sein Vater war mal Rap-Musiker. Durch Zufall lernt Max den berühmten Pianisten und Dirigenten Daniel Barenboim kennen. Dieser erklärt ihm, er habe das absolute Gehör und bietet Übungsstunden am Klavier an. In der Serie treffen Klassik und Hip Hop aufeinander. Jede Episode vereint einen musikalischen Gedanken mit einem Abenteuer der Hauptfigur Max. Die 52 Stücke wurden von Daniel Barenboim ausgewählt. Zudem hat er einige Werke eigens eingespielt. Neben Barenboim ist der deutsche Rapper Samy Deluxe mit von der Partie.

Auch die Musik Richard Wagners wird in der Serie thematisiert. In Folge 27 »Verdi gegen Wagner« steht der Hochzeitstag von Max‘ Eltern an, den sie ganz verschieden feiern wollen. Max sucht Rat beim Maestro, und dabei wird die Musik der beiden Komponisten in die Waagschale geworfen. Ausgestrahlt wird die Folge am 25. Oktober 2018 um 17.35 Uhr bei KIKA, anschließend kann sie noch 30 Tage in der Mediathek angesehen werden.

Lohengrins Juristisches Wörterbuch • Acht

In Acht und Bann ist Friedrich Telramund. Damit wird, aufgrund seiner offensichtlich unberechtigten Anklage Elsas, die »Friedlosigkeit« über ihn verhängt, womit er jeglichen Rechtsschutz verliert. Wörtlich bezeichnet mittelhochdeutsch »âhte« bzw. »aehte« für den Geächteten eine öffentlich gebotene Verfolgung. Es berührte sich in dem Sinn mit der »Acht«, als das gesteigerte Hüten auf ein Bewachen eines Gefangenen, schließlich das Verbannen eines Entflohenen hinauslief.

Richard Wagner hat in seinem Lohengrin etliche verzwickte juristische Fälle und Probleme untergebracht. Dabei erwies er sich als äußerst quellenkundig. Er konsultierte mehrere Rechtsgeschichten (u.a. von Jacob Grimm), um die Handlung seiner Oper möglichst realistisch auszustatten – und mit vielen juristischen Fachbegriffen aus der Spielzeit der Oper (10. Jahrhundert) zu versehen. Da sie sich heute nicht mehr von selbst verstehen, wird Frank Piontek anläßlich der  Neuinszenierung des Lohengrin 2018 Verständnishilfe leisten.

Lohengrins Juristisches Wörterbuch • Urteil

Das Wort erscheint im 1. Akt des Lohengrin nicht weniger als sechsmal. Abgeleitet vom indogermanischen (nur erschliessbaren) »uzdailijaną«, aus dem u.a. das althochdeutsche Verb »irteilen« wurde, wird klar, was gemeint ist: Ein Urteil wird im Sinne einer richterlichen Entscheidung erteilt. Das von höchster Instanz »Erteilte« ist verwandt mit dem »ordal« (lat. Ordalium), also dem »Gottesurteil«. Dieser Begriff leitet sich ab von »or – deal«, also »Ur-Teil« oder »Ur-Sprung«.

Richard Wagner hat in seinem Lohengrin etliche verzwickte juristische Fälle und Probleme untergebracht. Dabei erwies er sich als äußerst quellenkundig. Er konsultierte mehrere Rechtsgeschichten (u.a. von Jacob Grimm), um die Handlung seiner Oper möglichst realistisch auszustatten – und mit vielen juristischen Fachbegriffen aus der Spielzeit der Oper (10. Jahrhundert) zu versehen. Da sie sich heute nicht mehr von selbst verstehen, wird Frank Piontek anläßlich der  Neuinszenierung des Lohengrin 2018 Verständnishilfe leisten.

Der Ring in Minden

In einer Gemeinschaftsproduktion mit dem Stadttheater Minden und der Nordwestdeutschen Philharmonie bringt der Richard Wagner Verband Minden seit 2014 die Operntetralogie Der Ring des Nibelungen auf die Bühne (Dirigat Frank Beermann, Regie Gerd Heinz). Nach den Produktionen von Das Rheingold, Die Walküre und Siegfried hat in diesem Jahr am 6. September die Götterdämmerung Premiere. Im Jahr 2019 sollen zwei komplette Zyklen aller vier Opern das engagierte Projekt abschließen. Weiterlesen