Kinodokumentarfilm

Filmstart ist bundesweit am 28. Oktober

»Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt« ist eine dokumentarische Reise durch die Welt der Wagnerianer: von Venedig über Lettland, Israel, Abu Dhabi, und die USA bis nach Japan. Im Zentrum des Films – der am 3. Oktober beim Filmfests Hamburg seine Premiere feierte – steht das Festspielhaus in Bayreuth und die Arbeit hinter den Kulissen. Katharina Wagner, Ur-Enkelin des Komponisten, Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Festspiele gibt exklusive Einblicke in ihre Probenarbeit, erzählt, wie es ist, Regie zu führen, und Dirigent Christian Thielemann nimmt uns mit in den mystischen Bayreuther Orchestergraben. Wagner-Experte Alex Ross und das fränkische Metzger-Ehepaar Rauch eröffnen vollkommen neue Perspektiven auf Wagners Welt, die Festspiele und den »Eröffnungs-Zirkus« mit Polit-Prominenz.

Regisseur, Musikjournalist und Publizist Axel Brüggemann begibt sich in seinem neuen Kinodokumentarfilm auf Spurensuche. Der Film gewährt einen Blick hinter die Kulissen des weltweiten Wagner-Kults, des Festspielhauses und der Stadt Bayreuth – zwischen Leidenschaft und Musik, Politik, Kultur, Glamour, Probenarbeit und Bratwurst.

Buch und Regie: Axel Brüggemannn

mit Katharina Wagner, Christian Thielemann, Valery Gergiev, Placido Domingo, Alex Ross, Piotr Beczała , Anja Harteros, Barrie Kosky, Yuval Sharon, Catherine Foster, Kevin Maynor, Jonathan Livny, Ehepaar Rauch und vielen weiteren Wagnerianern aus aller Welt 

Eine Produktion von Kick Film, in Koproduktion mit BR und MDR/ in Zusammenarbeit mit Naxos Music Group Im Verleih und Vertrieb von FILMWELT

Rechercheauftrag – eine Widmung Richard Wagners

Heute möchten wir auf die Suche nach einer Widmung Richard Wagners hinweisen und um Ihre Mithilfe bitten. Dr. Frank Piontek schreibt:

Wer – wie der Unterzeichnende – wie wild nach Wagnerwidmungen sucht, von denen es noch viele Dutzende gibt, wird auch jene finden wollen, die nur durch Erwähnungen in der Literatur bezeugt sind. Per exemplum:

Heute vor 142 Jahren, also am 5. Oktober 1879, schenkte Wagner Felix Mottl, der bereits bei den ersten Festspielen als Assistent eingesetzt worden war, laut Cosima Wagners Tagebuch „eine Broschüre mit einer spaßhaften Widmung“. Man kann nur mutmaßen, um welche Druckschrift es sich dabei handelte – war es Publikum und Popularität? Oder der Rückblick auf die Festspiele, der 1878 herausgekommen war?

Wie auch immer: Ich habe natürlich in der Mottl-Biographie des verehrten Frithjof Haas nachgeschaut, ich habe das Verzeichnis des Teilnachlasses, der in der Bayerischen Staatsbibliothek verwahrt wird, gelesen, ich habe Texte von Mottl durchgeforstet und recherchiert, wo es ging – allein ich fand keinen Hinweis auf irgendeine Wagner-Widmung.

Die Frage an Sie und Euch lautet also: EXISTIERT DIE VON COSIMA WAGNER AM 5. OKTOBER 1879 ERWÄHNTE WIDMUNG NOCH? Und wenn ja: KÖNNTE MIR IRGEND JEMAND DEN TEXT MITTEILEN? Ich wäre für jeden Hinweis dankbar.

Denn es wäre schön, wenn ich den etlichen hundert kleinen und kleineren Wagnertextlein, die sich in meiner Wagner-Kollektion befinden, dieses Stück hinzufügen könnte: eine „spaßhafte Widmung“.

Mit besten Grüßen zum 5. Oktober

Frank Piontek

Falls Sie Herrn Dr. Piontek in irgendeiner Weise bei seiner Suche helfen können, schicken Sie uns eine Nachricht an: kontakt@freunde-bayreuth.org

Stiftung Freunde von Bayreuth

Der Tag der Stiftungen am 1. Oktober ist der zentrale und europaweite Aktionstag für alle Stiftungen. Er macht seit 2002 in Deutschland und seit 2013 europaweit auf das Wirken von Stiftungen aufmerksam.

Im Jahr 2001 wurde die Stiftung Freunde von Bayreuth gegründet um langfristig den Erhalt des Festspielhauses und die Durchführung der Bayreuther Festspiele zu sichern.  Zudem ermöglicht die Stiftung in Kooperation mit der Richard-Wagner-Stipendienstiftung jungen Künstlern den Besuch der Bayreuther Festspiele. Lernen Sie hier drei unserer Stipendiatinnen und Stipendiaten der vergangenen Jahre kennen: Alisia Schreiner (Maskenbild), Oliver Burkhardt (Theatertechnik), Ida Hermes (Musikjournalismus).

Auch Sie können uns zur Seite stehen, um das Engagement zu vertiefen. Zustiftungen, Spenden oder testamentarische Nachlässe sind verschiedene Möglichkeiten, nachfolgenden Generationen Werk und Wirken Richard Wagners lebendig nahe zu bringen. Gerne informieren wir Sie persönlich über die verschiedenen Möglichkeiten.

Tel. + 49 (0) 921-229 23 • stiftung@freunde-bayreuth.dehttp://freunde-bayreuth.org/stiftung

Faltblatt Stiftung

Titelbild: Bundesverband Deutscher Stiftungen/ Fotos: Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e.V.

Ringwörterbuch • Kiesen

Von einer kies’te mich keine! Kampf kiesten wir nicht. Zum Kampfe kies‘ ich den Tag. Gegen mich doch kiestest du Lose: Die sind nicht die einzigen Sätze im »Ring«, in denen gekiest wird. Die älteste Wortform begegnet im Gotischen: kiusan, der Wortkern ist »kius« – von hier zum neuenglischen »choose« und französischen »choisir« ist es nicht weit. Denn »kiesen« heißt nichts anderes als »wählen« – ausgehend von gotisch »kus«: denn wer auswählt, prüft und kostet mit dem »gusto«, dem Geschmack, buchstäblich das, wozu er sich, wie Hunding den Kampf mit Siegmund und Brünnhilde in der Auseinandersetzung mit Wotan, schließlich entscheidet, also kürt. Letzteres Wort – »zur Wal kor ich ihn mir«, sagt Wotan – wurde relativ spät aus »kiesen« gewonnen.

Richard Wagner hat im Textbuch zum Ring des Nibelungen aus künstlerisch nachvollziehbaren Gründen viele Wörter untergebracht, die heute kaum noch verstanden werden können, weil sie im normalen Sprachgebrauch seit langem ausgestorben sind. Jedes dieser fremdartig, ja kurios anmutenden Worte beruht auf historisch nachweisbaren Begriffen. Anlässlich der neuen Ring-Inszenierung bei den Bayreuther Festspielen 2022 erläutert Dr. Frank Piontek die fremdartigsten.

Zahl des Tages

140

Choristinnen und Choristen waren im Sommer 2021 bei den Bayreuther Festspielen beteiligt. Ein Teil der Sängerinnen und Sänger wirkte dabei als darstellender Chor auf der Bühne, während der Gesang des anderen Teils aus dem Chorsaal in das Festspielhaus übertragen wurde.